Neophyten-Ramadama

Schon bei seiner Gründung im Jahr 2011 hatte sich der Aktivkreis Umwelt zum Ziel gesetzt, das Gemeindegebiet Markt Schwabens von der Überwucherung durch gebietsfremde Neophyten zu befreien.

Springkraut am unteren Hennigbach

Was sind Neophyten?

Neophyten (griechisch: neos = neu; phyton = Pflanze; Einzahl: Neophyt, Mehrzahl: Neophyta, eingedeutscht Neophyten) sind Pflanzen, die unter bewusster oder unbewusster, direkter oder indirekter Mithilfe des Menschen nach 1492, dem Jahr der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, in ein Gebiet gelangt sind, in dem sie natürlicherweise nicht vorkamen (Wikipedia). In Deutschland gibt es zurzeit 328 fest eingebürgerte Pflanzenarten. Dazu gehören zum Beispiel auch die Rosskastanie, der Winterling, die Sauerkirschen sowie die Kartoffelrose.

Problematisch sind vor allem die invasiven Arten, die sehr gut mit den hiesigen Standortbedingungen zurechtkommen und die heimische Flora massiv zurückdrängen. Hinzu kommt, dass sie für die einheimische Fauna, und hier vor allem für Insekten, keinen oder zumindest nur einen fragwürdigen Nutzen haben, da sie oft nicht an diese Pflanzen angepasst sind.

Dazu zählen vor allem:

    Drüsiges („Indisches“) Springkraut (Impatiens glandulifera) Steckbrief

    Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)

     Japanischer Knöterich (Fallopia japonicaSteckbrief

    Riesenbärenklau / Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianumSteckbrief

    Beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifoliaSteckbrief

Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Neophyten in Markt Schwaben bestehen im regelmäßigen Kontrollieren und Entfernen der Pflanzen im Zeitraum von Anfang Juli bis Anfang September, also vor der Samenreife. Es gibt bekannte Standorte, die jedes Jahr bis zu viermal aufgesucht werden müssen. Das Gelände ist zum Teil unwegsam, weshalb der Arbeitsaufwand ziemlich hoch ist.

Das Engagement und die Ausdauer der Projektmitarbeiter um Manfred Drescher hat dazu geführt, dass im Gemeindegebiet Markt Schwaben wirklich kaum noch Exemplare dieser invasiven Neophyten zu finden sind, die sich zuvor vor allem entlang des Hennigbaches und der Randgebiete massiv ausgebreitet hatten. Die ursprüngliche, vielfältige Flora konnte diese Gebiete erfolgreich zurückerobern.
Dieser Zustand ist aber nur zu erhalten, wenn die Begehungen kontinuierlich jedes Jahr fortgeführt werden. Dazu sind immer alle freiwilligen Helfer mit Freude an der Natur und Ausdauer willkommen.

Organisationsteam: Manfred Drescher mit Wilhelm Lehnert und dem Team UMWELT

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